Bahntechnik
Bahntechnik in Europa hat sich in den letzten 15 Jahren fundamental gewandelt: Diese einst traditionsbewusste, bodenständige Industrie, die in erster Linie Anfragen der verschiedenen Staatsbahnen individuell bediente, ist heute ein moderner, innovativer Markt, in welchem Staatsbahnen, private Eisenbahnverkehrsunternehmen und Leasinggesellschaften das geeignete Fahrzeug aus verschiedenen am Markt verfügbaren Produktpaletten wählen können. Kurzum: Der Nachfragemarkt wird verstärkt zu einem Angebotsmarkt.
Damit hat sich auch die Anforderung an Marktteilnehmer, Produkte und Projekte verändert:
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Neue Investoren wie die Leasinggesellschaften beleben spürbar das Bahngeschäft. Der Fokus liegt jetzt eindeutig auf dem betriebswirtschaftlichen Nutzen des Investitionsguts Eisenbahn.
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Geschäftsmodelle und Projekte werden vielfältiger. Spielten sich Partnerschaften früher häufig nur zwischen Hersteller und Staatsbahn bzw. öffentlichem Auftraggeber ab, so sind jetzt zusätzlich private Verkehrsunternehmen, Investmentgesellschaften, Banken, Instandhaltungs- und Logistikdienstleister an Bord.
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Strengere Normen und Zulassungsanforderungen verlangen eine höhere Professionalität und Spezialisierung aller Beteiligten.
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Das Zusammenwachsen Europas eröffnet neue Möglichkeiten, schafft aber auch neue Herausforderungen: Moderne Fahrzeuge werden heute grenzüberschreitend in ganz Europa eingesetzt. Ihre Entwicklung ist weit komplexer als vor 15 Jahren. Das Know-how für Produktentwicklung und Innovation liegt heute nicht mehr nur bei Hersteller und Staatsbahn, sondern maßgeblich bei Zulieferern, Konsortialpartnern, Betreibern, Prüfinstituten, Sachverständigen, Behörden, internationalen Zulassungsstellen etc.
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Endkunden wie Fahrgäste und Logistikdienstleister erwarten immer höhere Qualität, Attraktivität, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit usw. Eine konstante Größe bleibt jedoch erhalten: Der stärkste Wettbewerber dem sich die Bahntechnik aktiv und innovativ stellen muss, ist und bleibt der Verkehr auf der Straße.
